Allgemein · 4. November 2026 · Ralf Zmölnig
Fraport Neunmonatsbilanz: Was die Zahlen für Reisende ab Frankfurt bedeuten

Sie haben den nächsten Flug ab Frankfurt geplant und möchten wissen, wie stabil alles läuft? Fraport meldet ein solides Neunmonats-Ergebnis – getragen vom Auslandsgeschäft und mit guten Signalen für den Ablauf in FRA. ✈️ Eine kurze Einordnung gibt es in unserer Rubrik allgemein.
Das Wichtigste auf einen Blick

Konzernweit steigen die Passagierzahlen und die Finanzkennzahlen – die Prognose bleibt bestehen. Die Zahl der Konzern-Passagiere lag bei rund 146 Millionen, erstmals über Vor-Corona-Niveau; starke Zuwächse gab es u. a. in Griechenland sowie in Lima, Ljubljana, Brasilien und Bulgarien. Frankfurt blieb mit 47,5 Millionen Fluggästen nahezu stabil, zeigte zugleich eine sehr gute operative Performance und erreichte eine Gesamtpünktlichkeit von etwa 74 Prozent in der Hauptreisezeit, rund sechs Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Der Umsatz betrug 3.466,0 Millionen Euro, bereinigt 3.350,1 Millionen Euro; das EBITDA lag bei 1.178 Millionen Euro, wobei der Anteil des Auslandsgeschäfts 48 Prozent und im dritten Quartal 54 Prozent ausmachte. Das Konzern-Ergebnis lag bei 314,5 Millionen Euro, der Free Cash Flow bei rund 93 Millionen Euro. Der Ausblick ist bestätigt: Konzernweit wird weiteres Passagierwachstum erwartet, Frankfurt bleibt etwa auf Vorjahresniveau, das EBITDA soll bis zu 1,5 Milliarden Euro und das Konzern-Ergebnis 300 bis 400 Millionen Euro erreichen. 📌
Frankfurt: Passagiere stabil, Pünktlichkeit stärker

Für Sie als Reisende oder Reisender ab Frankfurt zählt vor allem, dass die Abläufe verlässlich sind. Der Standort verzeichnete in den ersten neun Monaten 47,5 Millionen Fluggäste, damit praktisch stabil zum Vorjahr. Gleichzeitig hebt Fraport die sehr gute operative Performance hervor: Die Gesamtpünktlichkeit lag bei annähernd 74 Prozent und lag in der Sommerreisezeit um rund sechs Prozentpunkte über dem Vorjahr – nach Unternehmensangaben höher als an großen europäischen Hubs wie Amsterdam, Paris oder Madrid. ⏱️
Internationales Portfolio bringt den Schub

Treiber der Entwicklung sind die Auslandsflughäfen im Fraport-Portfolio. Die griechischen Airports erzielten neue Rekordwerte mit einem Plus von 5,1 Prozent, das Drehkreuz in Lima legte um 2,8 Prozent zu. Deutliches Wachstum meldet Fraport außerdem für Ljubljana (+15,7 Prozent), Brasilien (+9,1 Prozent) und Bulgarien (+6,1 Prozent). Parallel steigt der Ergebnisbeitrag des Auslandsgeschäfts: Der EBITDA-Anteil lag konzernweit bei 48 Prozent, im dritten Quartal bei 54 Prozent. 🌍
So entwickeln sich Umsatz, EBITDA und Ergebnis
Die Finanzkennzahlen zeigen Zuwächse – trotz eines Sondereffekts im Vorjahr. 💶
Umsatz und EBITDA
Die Umsatzerlöse stiegen auf 3.466,0 Millionen Euro, bereinigt auf 3.350,1 Millionen Euro. Das bereinigte Plus betrug 4,7 Prozent. Die größten Beiträge kamen aus Fraport Greece (+39,3 Millionen Euro) und Lima (+33,9 Millionen Euro). Das Konzern-EBITDA erreichte 1.178 Millionen Euro, ein Zuwachs von 2,0 Prozent – trotz eines im Vorjahr entlastenden Sondereffekts von 50 Millionen Euro. Der EBITDA-Anteil des Auslandsgeschäfts legte deutlich zu. Mehr Hintergründe zur Ergebnisentwicklung gibt es im Beitrag zum Geschäftsjahr.
Ergebnis und Free Cash Flow
Das Konzern-Ergebnis lag bei 314,5 Millionen Euro und damit unter Vorjahr, vor allem wegen gestiegener Zinsaufwendungen und höherer Abschreibungen infolge abgeschlossener Ausbauprojekte in Lima und Frankfurt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug 2,95 Euro. Der Free Cash Flow stieg auf rund 93 Millionen Euro – begünstigt durch operatives Wachstum und geringere Investitionen nach Abschluss großer Projekte.
Ausblick: Was Fraport bis Jahresende erwartet

Fraport bestätigt die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Konzernweit wird weiteres Passagierwachstum erwartet; für Frankfurt rechnet das Unternehmen mit einem Niveau in etwa wie im Vorjahr. Beim Konzern-EBITDA wird ein Wert von bis zu 1,5 Milliarden Euro angepeilt, das Konzern-Ergebnis soll zwischen 300 und 400 Millionen Euro liegen. 🔭
Zum Schluss: gelassen planen, Terminal klären
Gute Pünktlichkeitswerte im Sommer und ein stabiler Ausblick sind Rückenwind für Ihre Reiseplanung ab FRA. Klären Sie früh, ob Sie von Terminal 1 oder 3 starten, planen Sie entspannte Anreisezeiten ein – und buchen Sie bei Bedarf Ihren Parkplatz vorab. Hinfahren, abheben, Urlaub. 🅿️ Die Übersicht Parken am Flughafen ordnet Wege und Parkarten nach Terminal 1 und 3. Wer am Vorabend anreist, wählt Hotel mit Parken mit Shuttle oder S-Bahn zum Terminal. Mehr praktische Hinweise liefert der Parkguide für den Frankfurter Flughafen.
Alle Angaben Stand November 2026 · Ralf Zmölnig


