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Allgemein · 3. November 2026 · Ralf Zmölnig

Lufthansa Group steigert operativen Gewinn: Die starke Nachfrage ist zurück.

Lufthansa-Flugzeug mit ausgefahrenem Fahrwerk steigt kurz nach dem Start in den bewölkten Himmel

Volle Flieger Richtung Asien und Nordamerika, Premiumsitze gut gebucht: Die starke Nachfrage ist zurück. Die Lufthansa Group legt dazu Zahlen vor, die zeigen, wie Erlöse und Kostendisziplin ein teures Kerosinquartal mehr als ausgleichen. Mehr Einordnung in der Rubrik allgemein.

Das Wichtigste auf einen Blick

Die Lufthansa Group erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von 12,2 Milliarden Euro (+9 Prozent) und steigerte das Adjusted EBIT auf 1,4 Milliarden Euro (+6 Prozent), obwohl die Treibstoffkosten um 543 Millionen Euro höher lagen. Die Netzwerk-Airlines hielten die Stückkosten fast stabil, Eurowings erhöhte die Durchschnittserlöse, Lufthansa Cargo verdreifachte den operativen Gewinn auf 162 Millionen Euro, Lufthansa Technik steigerte ihr Adjusted EBIT auf 200 Millionen Euro. Die Adjusted EBIT-Marge lag bei 11,5 Prozent, das Konzernergebnis bei 1,3 Milliarden Euro.

Nachfrage bleibt hoch, Kosten im Griff: so kam der Gewinn zustande

Flugzeug von unten im Steigflug vor blau-rosa Himmel

Treiber des Ergebnisses waren steigende Durchschnittserlöse bei gleichbleibend hoher Auslastung und striktes Kostenmanagement. Damit wurden die höheren Kerosinkosten mehr als kompensiert. Besonders gefragt waren Premiumtickets sowie Verbindungen nach Asien und Nordamerika.

Netzwerk-Airlines: mehr Langstrecke, Premium zieht

Im Quartal bauten die Netzwerk-Airlines ihr Angebot erstmals in diesem Jahr leicht aus: +1,6 Prozent Sitzplatzkapazität, vor allem auf der Langstrecke mit Schwerpunkten in Südamerika und Afrika sowie ausgewählten Asien-Strecken. Die Durchschnittserlöse stiegen um 6,8 Prozent, die Auslastung ging um 1,3 Prozentpunkte zurück; zusammen ergab das +5,2 Prozent Stückerlöse – ein Zeichen robuster Nachfrage.

Gleichzeitig belasteten über 400 Millionen Euro zusätzliche Treibstoffkosten. Die Stückkosten ohne Treibstoff und Emission stiegen nur um 0,5 Prozent, gestützt durch geringere Gebühren, reduzierte Projektkosten, Automatisierung und Digitalisierung sowie sinkende Fixkosten. Das Adjusted EBIT der Netzwerk-Airlines lag bei 853 Millionen Euro, 108 Millionen Euro unter Vorjahr; bei Lufthansa Airlines wirkten zusätzlich Streikkosten von rund 65 Millionen Euro aus dem ersten Halbjahr nach.

Eurowings und Punkt-zu-Punkt: Europa weiter gefragt

Eurowings reduzierte das Angebot um 3,5 Prozent, ersetzte ausgesetzte Verbindungen in die Golfregion durch kürzere Europa-Strecken und erzielte +10,0 Prozent Stückerlöse. Die Stückkosten ohne Treibstoff/Emission stiegen um 4,8 Prozent, unter anderem durch geringere Kapazität, höhere Personalkosten und steigende Entgelte, vor allem auf Mallorca.

Das SunExpress-Beteiligungsergebnis lag bei 103 Millionen Euro (20 Millionen über Vorjahr). Insgesamt erreichte das Geschäftsfeld Punkt-zu-Punkt-Airlines ein Adjusted EBIT von 214 Millionen Euro, 16 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Technik und Cargo: starke Ergebnisbeiträge

Bei Lufthansa Technik blieb die Nachfrage nach Wartung, Überholung und Reparatur hoch. Der Umsatz stieg auf 2,3 Milliarden Euro, das Adjusted EBIT auf 200 Millionen Euro; die Marge lag bei 8,6 Prozent. Ein Großteil des Wachstums kam aus dem Geschäft mit externen Kunden.

Lufthansa Cargo baute das Angebot um 5 Prozent aus, erhöhte die abgesetzte Menge um 7 Prozent und steigerte die Ladefaktoren um 3 Prozentpunkte. Die Durchschnittserlöse lagen 22 Prozent über Vorjahr. Ergebnis: der operative Gewinn kletterte auf 162 Millionen Euro (vorher 49 Millionen Euro), die Marge auf 15,6 Prozent.

Bilanz, Liquidität und Ausblick der Gruppe

Mehrere Euro-Banknoten unterschiedlicher Werte liegen fächerförmig übereinander

Nach neun Monaten lag der operative Cashflow bei rund 3,4 Milliarden Euro, die Nettoinvestitionen bei 1,2 Milliarden Euro; der Adjusted Free Cashflow erreichte 1,8 Milliarden Euro. Zum Stichtag lag die Netto-Kreditverschuldung inklusive Pensionsverpflichtungen bei 7,3 Milliarden Euro, die Liquidität bei 11,8 Milliarden Euro – ein Polster für Flexibilität und Widerstandsfähigkeit.

Für den weiteren Jahresverlauf konkretisierte die Gruppe ihre Ergebnisprognose auf 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro Adjusted EBIT. Erwartet wird zugleich eine Treibstoffrechnung von 9,3 Milliarden Euro für das Gesamtjahr; Absicherungsquoten für die Passagier-Airlines sind hoch. Im Fokus stehen weiterhin Modernisierung von Flotte und Produkt sowie der finanzielle Turnaround der Kernmarke.

Was heißt das für Ihren nächsten Flug ab Frankfurt

Für Sie als Reisende ab Frankfurt heißt das: gut gebuchte Flüge, vor allem in der Premiumkabine und auf Routen nach Asien und Nordamerika. Planen Sie frühzeitig Ihre Verbindung, wählen Sie die passende Kabine und rechnen Sie mit hoher Nachfrage ✈️.

Wenn Sie mit dem Auto anreisen, sorgen Sie mit einem festen Parkplatz für einen entspannten Start: ankommen, einparken, zum Terminal – Kopf frei für den Flug 🅿️. Die Übersicht Parken am Flughafen ordnet die Optionen: Terminal 1 oder 3, Shuttle oder Valet – passend zur Standzeit.

Ihr kurzer Ausblick

Die Zahlen zeigen: Nachfrage und Erlöse bleiben tragfähig, Cargo und Technik stützen das Ergebnis. Für Sie bedeutet das stabile Rahmenbedingungen und eine vorausschauende Flugplanung. Halten Sie Ihre Wunschverbindung im Blick und sichern Sie sich rechtzeitig die Reisebausteine rund um den Abflug. Für die Anreise am Vorabend ist ein Hotel mit Parken praktisch – per Shuttle oder S-Bahn zum Terminal 1.

Alle Angaben Stand November 2026 · Ralf Zmölnig

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